Werkzeug · PhotovoltaikBETA

Photovoltaik-Autarkie — Module und Batterien

Beschreibe die Anlage (Ausrichtungen, Neigung, Standort, Haushaltsgeräte) und finde heraus, wie viele Module und welche Batteriekapazität du brauchst, um vom Netz unabhängig zu sein, besonders im Winter. Du änderst die Module oder die Batterie — die Autarkie wird sofort neu berechnet, nach Monaten und Jahreszeiten.

Wie es funktioniert

Warum der Winter zählt

Die Anlage wird nach dem schwächsten Monat (Dezember) dimensioniert: Wenn sie den Winter abdeckt, hat das restliche Jahr Überschuss.

1

Der Ertrag hängt von Ausrichtung und Neigung ab

Ein nach Süden ausgerichtetes Feld mit ~30–40° Neigung erzeugt am meisten. Ost/West verlieren ~10–15 %, der Norden deutlich mehr. Du kannst mehrere Felder mit unterschiedlichen Ausrichtungen haben (Dachflächen).

2

Die Einstrahlung schwankt stark von Monat zu Monat

Im Dezember fallen etwa 5-mal weniger Sonnenstunden an als im Juli. Deshalb lässt eine für den Sommerverbrauch dimensionierte Anlage das Haus im Winter ohne Energie.

3

Die Batterie deckt Nacht und bewölkte Tage ab

Die Module erzeugen tagsüber; die Batterie speichert für die Nacht. Für echte Autarkie brauchst du 1–2 Tage Reserve, um sonnenlose Perioden zu überbrücken. Die Entladetiefe (DoD) von ~80 % schont die Batterie.

4

Auf den Tag verlagerter Verbrauch erhöht die Autarkie

Große, programmierbare Haushaltsgeräte (Waschmaschine, Geschirrspüler, Boiler, Autoladung), die mittags betrieben werden, nutzen direkt den Ertrag der Module und schonen die Batterie — sie erhöhen die Autarkie ohne zusätzliche Module.

Standort

Oder echte Standortdaten verwenden (Einstrahlung + Durchschnittstemperatur, Open-Meteo):

°
°

Modulfelder (Ausrichtung · Neigung · Anzahl)

°
Wp

Haushaltsgeräte / Verbrauch

Leistung (W) × Stunden/Tag. Die Schaltfläche ☀ markiert die Geräte, die auf den Tag verlagert werden können.

W
h
W
h
W
h
W
h
W
h
Täglicher Verbrauch: 6,93 kWh/ziSpitze (alle gleichzeitig): 3,97 kW

Batterie

kWh
Ergebnisse

Deine Anlage

Module gesamt12
Installierte Leistung4,92 kWp
Die Batterie deckt ab1,2 Tage

Empfohlen für ~100 % im Winter

Benötigte Module (Dezember)19
Batteriekapazität13,0 kWh

Berechnet für die Ausrichtung des ersten Feldes, im schwächsten Monat (Dezember). Erhöhe die Anzahl der Module oder die Batterie und verfolge die Autarkie unten.

Autarkie nach Jahreszeiten

Winter
79%
Frühling
100%
Sommer
100%
Herbst
95%

Autarkie und Ertrag nach Monaten

Jan
75%160 kWh
Feb
100%227 kWh
Mär
100%389 kWh
Apr
100%498 kWh
Mai
100%618 kWh
Jun
100%642 kWh
Jul
100%686 kWh
Aug
100%618 kWh
Sep
100%465 kWh
Okt
100%332 kWh
Nov
85%177 kWh
Dez
64%137 kWh
Methode aus dem Kurs

Auslegung einer Inselanlage: Module, Batterien, Laderegler

Die klassische Rechnung für eine Inselanlage — die, die du auf Papier machst, bevor du etwas bestellst.

Die Diagramme oben zeigen, wie viel du mit der vorhandenen Anlage deckst. Die Rechnung hier beantwortet die umgekehrte Frage: wie viel installierte Leistung, wie viel Batteriekapazität und welchen Laderegler du brauchst, um durch den schwächsten Monat zu kommen. Der Tagesbedarf kommt direkt aus deiner Geräteliste, damit du nicht zwei verschiedene Zahlen für denselben Verbrauch hast.

Wp = E / (G × nsys) · Q = E × A / (V × T × ninv × ncable) · I_ctrl = 1.4 × Isc

Täglicher Bedarf (aus der Geräteliste)

6,93 kWh/Tag

h

Tagesmittel des Auslegungsmonats. Läuft die Anlage das ganze Jahr, ist das der Dezember; in unserer Region rechnet man mit 1,5…2,5 Stunden.

Wp

Aus dem Datenblatt der Batterie, üblich zwischen 0,3 und 0,9. Bei Blei-Säure gilt: je flacher du entlädst, desto mehr Jahre hält sie.

A
°C
°C

Wie viele bewölkte Tage in Folge du erwartest. Bei uns sind vier bis fünf Tage eine vernünftige Winterannahme.

kW
/h

Anteil der Kapazität je Stunde. Der Kurs verlangt, 25…30 % pro Stunde nicht zu überschreiten — deshalb erzwingt eine hohe Spitze für sich allein schon eine große Batterie.

nsys — Gesamtwirkungsgrad58,0 %
Erforderliche Spitzenleistung5969 Wp
Anzahl der Module15
Geschätzte Modulfläche45,9 m²
Batteriekapazität655 Ah @ 48 V
Gespeicherte Energie (nominal)31,43 kWh
Tatsächlich nutzbare Energie15,71 kWh
12-V-Blöcke in Reihe4 × 12 V

Gewünschte Autarkie

Aus dem Energiebedarf gefordert (Tage × Verbrauch)55,4 kWh
Aus der Leistungsspitze gefordert10,0 kWh
Empfohlene Kapazität55,4 kWh
Faustregel (6…8 × Tagesverbrauch)41,6 … 55,4 kWh

Die Größe bestimmt die Energie: Die Tage ohne Sonne verlangen mehr als die Leistungsspitze. Kommt dabei eine Kapazität heraus, die sich wirtschaftlich kaum rechtfertigen lässt, lautet die richtige Frage nicht, welche Batterie du kaufst, sondern ob ein Generator oder das Verschieben von Verbrauch dieselben Tage nicht billiger löst.

Mindeststrom des Ladereglers31,2 A

Der Laderegler wird auf 140 % des Kurzschlussstroms des gesamten Generators ausgelegt, nicht auf den Strom im Punkt maximaler Leistung — gerade damit Shunt-Regler, die im Kurzschluss arbeiten, sicher bleiben. Eine Überdimensionierung kostet wenig im Vergleich zum Schaden eines durchgebrannten Reglers.

  1. 1.Du multiplizierst die neun Verlustfaktoren

    Formel:nsys = nPV→bat × nctrl × nbat × ndist × ninv × fa × fd × ft × fdio

    mit deinen Zahlen:0.98 × 0.98 × 0.9 × 0.98 × 0.9 × 0.95 × 0.88 × 0,920 × 0.99

    ergibt: 58,0 %

    Jedes Glied der Kette nimmt sich seinen Anteil: Leitung, Laderegler, Batterie, Verteilung, Wechselrichter, Alterung, Verschmutzung, Temperatur, Dioden.

  2. 2.Du ermittelst die erforderliche Spitzenleistung

    Formel:Wp = E / (G × nsys)

    mit deinen Zahlen:Wp = 6930 / (2 × 0,580)

    ergibt: 5969 Wp

  3. 3.Du teilst durch die Leistung eines Moduls

    Formel:n = Wp / Pmax

    mit deinen Zahlen:5969 / 410 = 14,56

    ergibt: 15 Module

    Pmax ist die Spitzenleistung eines Moduls aus dem Datenblatt. Die Anzahl der Module wird immer AUFGERUNDET: ein fehlendes Modul bedeutet fehlende Leistung genau im schwächsten Monat.

  4. 4.Du berechnest die Kapazität der Batteriebank

    Formel:Q = E × A / (V × T × ninv × ncable)

    mit deinen Zahlen:Q = 6930 × 2 / (48 × 0.5 × 0.9 × 0.98)

    ergibt: 655 Ah @ 48 V

  5. 5.Du vergleichst die beiden Autonomiekriterien

    Formel:C_E = E × A / T C_P = P_max / r_max

    mit deinen Zahlen:6,93 × 4 / 0.5 = 55,4 kWh | 3 / 0.3 = 10,0 kWh

    ergibt: 55,4 kWh

    Die Größe bestimmt die Energie: Die Tage ohne Sonne verlangen mehr als die Leistungsspitze. Kommt dabei eine Kapazität heraus, die sich wirtschaftlich kaum rechtfertigen lässt, lautet die richtige Frage nicht, welche Batterie du kaufst, sondern ob ein Generator oder das Verschieben von Verbrauch dieselben Tage nicht billiger löst.

  6. 6.Du legst den Laderegler aus

    Formel:I_ctrl = 1.4 × Isc × n_str

    mit deinen Zahlen:1.4 × 11.15 × 2

    ergibt: 31,2 A

    Man geht von Isc aus und nicht von Impp, damit Shunt-Regler — die gerade im Kurzschluss arbeiten — sicher bleiben.

Was leicht übersehen wird

  • Auslegungsmonat ist der Monat mit der geringsten Einstrahlung im Betriebszeitraum — der Dezember, wenn die Anlage ganzjährig läuft. Eine auf den Jahresmittelwert ausgelegte Anlage sitzt zwei Monate im Jahr im Dunkeln.
  • Der Gesamtwirkungsgrad ist keine erfundene runde Zahl: er ist das Produkt aus neun Faktoren. Mit den Werten aus dem Kurs kommt man auf rund 58 %, das heißt von 1 kWh, das die Module erzeugen, kommen etwa 580 Wh beim Verbraucher an.
  • Die normale tägliche Entladung der Batterie liegt zwischen 2 und 20 % der Kapazität. Eine gute Blei-Säure-Batterie hält bis zu 4500 Zyklen bei 30 % Entladetiefe, also rund 20 Jahre.
  • In Photovoltaikanlagen wählt man Batterien mit einer Kapazitätsangabe bei C20 oder C100, weil deren Entladezeiten zum Betriebsregime passen; vergleiche eine C10-Angabe nicht direkt mit einer C100-Angabe.
  • Höchstens zwei Batteriestränge werden über denselben Leitungsquerschnitt parallel geschaltet, und die Anschlüsse werden über Kreuz geführt, damit sie sich gleichmäßig entladen. Mische keine neuen mit alten Batterien, außer beim Ersatz einer defekten.

Formeln und Faktoren stammen aus Lektion 3 des Fachkurses „Installateur für solare Photovoltaikanlagen“. Der Modulwirkungsgrad bei STC (0,12…0,14 bei polykristallinem Silizium) dient hier nur zur Abschätzung der Modulfläche und geht nicht in die Wirkungsgradkette ein — die Spitzenleistung enthält ihn bereits. Die Ergebnisse sind orientierend; Schutzeinrichtungen, Leitungen und Spannungen richten sich weiterhin nach I7-2011 Kap. 7.11.

So maximierst du die Autarkie

  • Programmiere die großen Geräte (☀) im Winter zwischen 10:00 und 15:00 Uhr, wenn die Module am meisten erzeugen — du nutzt direkt den Ertrag, nicht die Batterie.
  • Vermeide das gleichzeitige Einschalten mehrerer großer Verbraucher nachts; verteile sie über den Tag.
  • Wenn die Winterautarkie unter 100 % liegt, erhöhe zuerst die Anzahl der Module (Dezember ist die Grenze), danach die Batterie für die bewölkten Tage.
  • Im Winter die Module steiler neigen (Richtung 50–60°), um die tiefstehende Sonne einzufangen; im Sommer ist eine flachere Neigung besser.

Auf den Tag verlagerbare Geräte: Waschmaschine, Küche (Backofen/Kochfeld)

Orientierende Schätzung. Die tatsächliche Einstrahlung hängt vom genauen Standort, von Verschattung, Wetter und Gerätequalität ab; für ein Projekt verwende standortbezogene Einstrahlungsdaten (z. B. PVGIS) und ziehe einen zugelassenen Installateur hinzu. Die elektrische Dimensionierung (Wechselrichter, DC-/AC-Schutz, Leitung) erfolgt separat.

P 118/1-2025 · 2.4.19

Wo die Batterien stehen

Batterieräume: Wasserstoff, Lüftung, Abstände, Feuerwiderstand — dazu, was das Normativ über eine Hausbatterie sagt und was nicht.

Die Rechnung oben endet mit einer Zahl: so und so viele kWh, so und so viele Ah bei der Systemspannung. Die Frage, die unmittelbar danach kommt und die üblicherweise nach Augenmaß in einer Abstellkammer entschieden wird, lautet: wohin mit der Batteriebank. P 118/1-2025 hat dazu ein ganzes Unterkapitel, 2.4.19, und dessen ganze Logik geht von einer einzigen Sache aus: vom Gas.

Eine Blei-Säure-Batteriebank gibt beim Laden Wasserstoff ab. Wasserstoff sammelt sich oben, am höchsten Punkt des Raums, wo niemand hinsieht. Daraus ergeben sich alle übrigen Anforderungen — die Lüftung, der Abstand zu den Leuchten, der Fußboden, der beim Anschlagen keine Funken schlägt, die Türen, die nach außen aufgehen.

Die Schwelle, die das ganze Unterkapitel trägt: 4 % Wasserstoff in der Luft

Art. 2.4.19.7 alin. (2) sagt klar, worauf die Lüftung zielt: die Wasserstoffkonzentration unter 4 % vol zu halten, unter der unteren Explosionsgrenze. Nicht „so niedrig wie möglich“, sondern unter einer benannten, prüfbaren Schwelle. Art. 2.4.19.5 alin. (1) gibt auch das andere Ende des Bereichs an: das Gemisch ist zwischen 4 % und 75 % Wasserstoff explosiv, in Volumenanteilen.

Ebenfalls alin. (1) von 2.4.19.7 hält etwas fest, das viele Installateure übersehen: ob versiegelt oder nicht, alle Blei-Säure-Batterien können explosive Gase abgeben, vor allem während des Ladens. Das Etikett „dicht“ auf dem Gehäuse hebt die Lüftungspflicht nicht auf.

Vier Kategorien, und an ihnen hängt alles Übrige

Art. 2.4.19.1 ordnet die Akkumulatoren genau nach dem Kriterium, auf das es hier ankommt — wie viel Gas aus der Elektrolyse entweicht: offene oder mit Entlüftungsventil geschlossene; verschlossene ventilgeregelte, also die VRLA-Säuretypen, mit dem Elektrolyt in einem Gel oder in den Separatoren zwischen den Platten gebunden; mit Ventil geschlossene, mit einem Rekombinationssystem von mindestens 95 %, alkalische wie säurehaltige; gasdichte, alkalische.

Die Einstufung ist keine Formsache für die Akte. Die Ausnahmen aus 2.4.19.2 und der direkte Zugang ohne Schleusenraum aus 2.4.19.6 werden nach dem Zellentyp gewährt, nicht nach der Größe der Bank. Wer im technischen Bericht „VRLA“ schreibt, wo er in Wirklichkeit geschlossene Zellen mit Rekombination hat, ändert sich sein eigenes Planungsregime selbst, per Federstrich.

Die Ausgangsregel: ein eigener Batterieraum

Art. 2.4.19.2 alin. (1) ist ein einziger Satz und lässt nichts zu verhandeln: Akkumulatorenbatterien werden in Räumen aufgestellt, die für Akkumulatoren bestimmt sind. Da fängt man an. Alles andere ist Ausnahme und muss geschrieben aufgefunden werden, samt ihrem Anwendungsbereich.

Achte auf den Anwendungsbereich. Die Absätze (2) und (3) geben durchaus Ausnahmen: verschlossene (gasdichte) Zellen dürfen in Produktionsräumen und -bereichen mit geringer und mittlerer Brandgefahr aufgestellt werden, und die mit Ventil geschlossenen, mit mindestens 95 % Rekombination, in Produktionsbereichen mit Ausnahme derer mit hoher und sehr hoher Gefahr. Absatz (3) zählt nach dem „dacă:“ — dem „wenn:“ — drei Bedingungen auf: dass das Laden nicht in dem Raum erfolgt, dass die Zellen in einem gegen Elektrolytdämpfe beständigen Kasten mit Lüftung ins Freie sitzen und dass das freie Volumen mindestens das 2,5-Fache des stündlichen Luftvolumenstroms beträgt. Lies sie alle im Text weiter unten: die letzten beiden regeln gerade das Laden im Raum, also lassen sie sich mit der ersten nicht kumulativ lesen, ohne gegenstandslos zu werden. Sicher ist etwas anderes, und darauf kommt es hier an: beide Absätze sind für Produktionsräume und -bereiche geschrieben. Die Wohnung taucht weder in der Regel noch in den Ausnahmen auf. Erzähl niemandem, die Ausnahmen deckten die an der Wand hängende Batterie in einem Haus ab: das Normativ entscheidet den Fall nicht, und ihn auszudehnen ist Auslegung, nicht Zitat.

Aus Absatz (3) lohnt sich die Volumenbedingung zu merken, denn sie fällt vor Ort am häufigsten durch: das freie Volumen des Raums muss mindestens das 2,5-Fache des stündlichen Luftvolumenstroms betragen, der für die Lüftung nötig wäre, berechnet nach SR EN IEC 62485-2. Kommt weniger heraus, gibt es nichts zu verhandeln — dann geht es zur organisierten natürlichen oder zur maschinellen Lüftung.

Die Zahlen im Raum

Art. 2.4.19.3 ist der Artikel, den du mit dem Maßband in der Hand aufschlägst, bevor du die Gestelle bestellst:

  • Mindestens 50 mm freier Raum zwischen den Reihen und zu den Wänden, für die Luftzirkulation. Das ist keine Montagetoleranz, das ist der Weg der Luft.
  • Jede montierte Reihe hat mindestens auf einer Seite einen Zugangsgang. Freie Breite: mindestens das 1,5-Fache der Batterietiefe, aber nicht weniger als ein Fluchtstreifen (80 cm), wenn die Gänge nur auf einer Seite liegen, und mindestens 1 m, empfohlen 1,20 m, wenn sie auf beiden Seiten liegen.
  • Die Leuchten bleiben mindestens 1 m von den Akkumulatoren entfernt und werden nur über den Gängen zwischen den Reihen angeordnet.
  • Die relative Luftfeuchte im Raum überschreitet 90 % nicht, ohne dass sich Kondensat bildet.
  • Schwefelsäure und Kaliumhydroxid stehen nicht zusammen: es ist verboten, sie vorübergehend oder dauerhaft in gemeinsamen Räumen oder an einer gemeinsamen Lüftung unterzubringen. Ausgenommen sind Batterien aus verschlossenen Zellen.
  • Die Akkumulatoren werden in der Regel auf einer einzigen Ebene angeordnet, vorzugsweise im Erdgeschoss, auf dem Fußboden oder auf Sockeln, mit einer für die Erdbebenzone des Gebäudes gesicherten Standfestigkeit.
Die 1,80 m, die in Projekten als „der verbindliche Abstand zwischen aktiven Teilen“ herumgereicht werden, sind keine auferlegte Schwelle. Alin. (5) verlangt etwas anderes: dass eine Person nicht gleichzeitig zwei unisolierte, unter Spannung stehende Teile berühren kann. Der Abstand von mehr als 1,80 m steht in Klammern, als Beispiel für eine Lösung, neben den Schutzmaßnahmen gegen direktes Berühren. Der zweite Weg hält vor dem Prüfingenieur genauso stand und ist oft der einzige, der in den Raum passt.

Wie viel Platz das Normativ für den Zugangsgang verlangt

Die Tiefe der Bank entscheidet, bis zu einer Schwelle. Darunter entscheidet die Schwelle. Trage die Tiefe des Gestells ein und gib an, auf wie vielen Seiten du einen Zugangsgang hast:

cm

Die Zugangsgänge liegen

Minimale freie Breite0,90 m
1,5 × Tiefe der Batterie0,90 m
Mindestschwelle für die gewählte Konfiguration0,80 m
Freier Raum zwischen den Reihen und zu den Wänden50 mm

Die Tiefe gibt den Ausschlag: 1,5 × Tiefe liegt über der Mindestschwelle, die Schwelle fügt also nichts mehr hinzu.

Die herauskommende Breite ist eine freie Breite — sie wird zwischen Hindernissen gemessen, nicht zwischen Achsen. Die 50 mm für die Luftzirkulation sind eine im selben Absatz getrennt genannte Anforderung, kein Teil der Breite des Zugangsgangs.

Lithium-Ionen: ein anderes Regime, und es ist für die Lagerung geschrieben

Art. 2.4.19.4 ist die einzige Stelle im Unterkapitel, an der Lithium-Ionen vorkommt, und alle seine Absätze sprechen von Lagerbereichen für Batterien, nicht von einer Bank im Betrieb. Der Unterschied zählt an dem Tag, an dem dir jemand den Artikel auf dem Telefon vorhält, um dir 20 m² für eine an der Wand hängende Batterie aufzuzwingen:

  • Mit einer automatischen Sprinkler-Löschanlage nach SR EN 12845: Lagerfläche auf höchstens 20 m² begrenzt, Lagerhöhe auf 1,80 m, die Bereiche durch mindestens 3,00 m breite Gänge getrennt und der Ladezustand der Batterie auf höchstens 60 % gehalten.
  • Mit Schnellansprech-Sprinklern (SR EN 12845 und SR EN 12259-13 oder eine gleichwertige Regelung): weiterhin 20 m², aber die Lagerhöhe steigt auf drei Ebenen, höchstens 4,50 m in Regalen oder palettiert, ohne andere Waren darüber, und die Bereiche dürfen bis 12 m hoch sein. Der bessere Sprinkler kauft dir Höhe, nicht Fläche.
  • Ohne automatische Sprinkleranlagen: die Lagerräume oder -bauwerke werden eigens und ausschließlich zu diesem Zweck genutzt, und im Freien aufgestellte Container oder Gehäuse müssen nichtbrennbar und mindestens 6 m von anderen Anlagen, Gebäuden, Bauwerken und Lagern entfernt aufgestellt sein.
  • Über alle Varianten hinweg: Rauch- und Kohlenmonoxid-Detektion, Rauchabzugsanlagen und, als Empfehlung, Löschung durch Raumflutung nach dem einschlägigen Normativ.

Beachte, was im Artikel fehlt: keinerlei Lüftungsanforderung für Wasserstoff. Das hat seine Logik — die Einteilung aus 2.4.19.1 ist auf die Gasabgabe aus der Elektrolyse aufgebaut, und Lithiumzellen fallen nicht darunter. Ihr Risiko ist ein anderes, das thermische Durchgehen, und das Normativ behandelt es mit Detektion, Rauchabzug und Abständen, nicht mit Luftvolumenstrom.

Wie der Raum aussieht, von den Wänden bis zur Tür

Art. 2.4.19.5 alin. (1) ist der inhaltliche und längste Artikel des Unterkapitels. Daraus zu behalten: Wände und Decken mindestens REI 180 Klasse A1, mit Verbindungsöffnungen über einen Schleusenraum mit Überdrucklüftung und Türen EI₂ 90-C3 S200; ein Fußboden, der beim Anschlagen keine Funken schlägt, eben, tragfähig für das Gewicht der Bank, und bei flüssigem Elektrolyt undurchlässig oder mit Gestellen und einer dichten Schwelle von mindestens 10 cm; die Anordnung unter Bädern, Waschküchen, WCs oder anderen Feuchträumen ist verboten; lichte Höhe mindestens 2,10 m und mindestens 75 cm über der auf einem Sockel montierten Batterie; Fenster mit Gitter geschützt oder aus Drahtglas; Türen, die nach außen aufgehen, ausgestattet mit Griffen oder mit Panikstangen. Die Tür- und Fensterelemente und deren Antriebe fallen unter Directiva 2014/34/UE — ATEX. Wer diesen Artikel überspringt, bleibt mit den Abständen aus alin. (4) zurück und ohne den Raum, in dem er sie unterbringt.

Die Lüftung hängt nicht vom Zustand der Batterie ab

Art. 2.4.19.5 alin. (1) sagt es in einer Form, die es lohnt, so im technischen Bericht zu zitieren: Batterieräume müssen belüftet sein, unabhängig davon, ob sich die Batterien im Laden, im Entladen oder in Ruhe befinden. Nicht „solange sie laden“. Der vollständige Text steht im Block oben.

Der Volumenstrom wird nicht nach Augenmaß geschätzt. Art. 2.4.19.7 alin. (3) verweist auf SR EN IEC 62485-2, und alin. (4) koppelt die Ladeleistung an das Raumvolumen: das freie Volumen muss mindestens das 2,5-Fache des für die Lüftung nötigen stündlichen Luftvolumenstroms betragen. Darunter: organisierte natürliche oder maschinelle Lüftung. Alin. (2) spricht auch vom Batteriegehäuse, nicht nur vom Raum — ein geschlossener Schrank hat dasselbe Problem im kleineren Maßstab.

Art. 2.4.19.6 klärt auch die praktische Frage „brauche ich wirklich einen Schleusenraum mit Überdrucklüftung?“. Der direkte Zugang wird in drei Fällen zugelassen: wenn er von außen erfolgt, mit Maßnahmen gegen Regen und Schnee, über ein Vordach oder durch das Zurücksetzen des Eingangs gegenüber der Wandflucht; wenn die Zellen vom geschlossenen Typ mit Rekombination sind und der Zugang aus einem Durchgangsraum oder aus einem Flur ohne technologische Anlagen erfolgt, in dem kein Personal ständig arbeitet; und wenn die Batterien verschlossen sind.

Und zu Hause? Was klar ist und was offenbleibt

Im Text des Normativs heißt das Unterkapitel „Conformări, instalaţii şi echipamente specifice camerelor pentru bateriile de acumulatoare“ — Ausführungen, Anlagen und Einrichtungen speziell für Räume für Akkumulatorenbatterien. Es ist für Batterieräume geschrieben. Ein LiFePO4-Modul mit 10 kWh an der Flurwand wird nicht automatisch zum Batterieraum, nur weil es viele kWh hat.

Was aus dem Text klar ist: die Ausgangsregel ist der eigene Raum, und die Ausnahmen, die es gibt, sind für Produktionsräume und -bereiche geschrieben. Was offenbleibt: die Wohnung taucht weder in der Regel noch in den Ausnahmen auf; die Einteilung aus 2.4.19.1 ist auf die Gasabgabe aus der Elektrolyse aufgebaut, und Lithium kommt erst bei 2.4.19.4 vor, dort für die Lagerung.

In der Praxis heißt das: die Antwort für ein Haus wird nicht per Analogie aus 2.4.19 gezogen, sondern aus den Anweisungen des Batterieherstellers und aus dem Gespräch mit dem Prüfingenieur, bevor du die Wand anbohrst. Was du ohnehin tun kannst, ohne irgendetwas auszulegen: den Raum lüften, die Batterie nicht im Schlafzimmer und auch nicht unter einem Bad oder einer Waschküche montieren, sie auf einen nichtbrennbaren Träger setzen, ringsum Zugang lassen und sie sichtbar kennzeichnen. Nichts davon kann dir je vorgeworfen werden.

Die Zitate sind Wort für Wort aus P 118/1-2025 wiedergegeben, genehmigt durch Ordinul MDLPA nr. 267 din 28 februarie 2025 und veröffentlicht in Monitorul Oficial al României, Partea I, nr. 204 și 204 bis din 10 martie 2025. Zwei Hinweise zur Texttreue, damit sie nicht wie Abschreibfehler wirken: in Art. 2.4.19.4 springt die Nummerierung der Absätze direkt von (3) auf (5), genau so, wie es im Text steht; und die 1,80 m aus Art. 2.4.19.3 alin. (5) sind als Beispiel für eine Lösung angegeben, nicht als auferlegte Schwelle.

Übungen

Übe die Auslegung einer Inselanlage

Drei Stufen, zu den Formeln und Faktoren aus der Lektion über Inselanlagen.

Stufe 1

Wähle die richtige Antwort

Planungsentscheidungen, ohne Rechnen.

Der Auslegungsmonat

Ganzjährig bewohnte Hütte, ohne Netzanschluss.

Schritt 1: Welchen Monat verwendest du als Rechengrundlage?

Wohin die Energie verschwindet

Die Wirkungsgradkette aus dem Kurs: Leitung, Laderegler, Batterie, Verteilung, Wechselrichter, Alterung, Verschmutzung, Temperatur, Dioden.

Schritt 1: Von 1 kWh, das die Module erzeugen, wie viel kommt beim Verbraucher an?

Was die Größe der Batterie bestimmt

Verbrauch von 25 kWh/Tag, mit einer Spitze von 10 kW, wenn mehrere Verbraucher gleichzeitig anlaufen.

Schritt 1: Was legt die Kapazität der Batteriebank fest?

Stufe 2

Rechne Schritt für Schritt

Es gibt Hinweise, wenn du nicht weiterkommst.

Die erforderliche Spitzenleistung

Ferienhaus mit 3 kWh/Tag, im Dezember, mit 2 Peak-Sonnenstunden pro Tag. Die Faktoren aus dem Kurs: 0,98 · 0,98 · 0,90 · 0,98 · 0,90 · 0,95 · 0,88 · 0,92 · 0,99.

Schritt 1: Wie hoch ist der Gesamtwirkungsgrad der Anlage?

Die Kapazität der Batteriebank

Derselbe Verbrauch von 3 kWh/Tag, zwei Speichertage, 48-V-System, maximale Entladetiefe 0,5, Wechselrichter mit 0,9 und Leitungen mit 0,98.

Schritt 1: Welche Kapazität in Amperestunden brauchst du?

Ah

Der Laderegler

Zwei parallel geschaltete Strings, jeder mit Modulen mit Isc = 11,15 A.

Schritt 1: Welchen Mindeststrom muss der Laderegler aushalten?

A
Stufe 3

Löse selbstständig

Nur eine einzige Endantwort.

Größere Inselanlage

Verbrauch von 5 kWh/Tag, Auslegungsmonat mit 1,8 Peak-Sonnenstunden, Gesamtwirkungsgrad 0,58. Welche Spitzenleistung brauchst du, in Wp?

Wp

Die von der Leistungsspitze erzwungene Kapazität

Eine Spitze von 6 kW, mit einer maximalen Entladerate von 0,3 der Kapazität je Stunde. Welche Mindestkapazität verlangt das Leistungskriterium, in kWh?

kWh

Batteriebank bei 24 V

Verbrauch von 4 kWh/Tag, drei Speichertage, 24-V-System, maximale Entladetiefe 0,6, Wechselrichter 0,9, Leitungen 0,98. Welche Kapazität brauchst du, in Ah?

Ah

Diskussion

Kommentare werden vor der Veröffentlichung moderiert. Deine E-Mail wird nicht öffentlich angezeigt.

Möchtest du zuerst sehen, wie viele Module physisch auf das Dach passen?

Simulator für Dachbelegung